Storyboard

Von Herrn Jaromir unbeholfen collagiert … 4 von ungefähr 100-120 geplanten Bildern. Mehr als 1/3 des Storyboards liegt bereits fertig vor, worauf ich sehr stolz bin.

Für März ist eine Austellung (in Krakau!) in Planung, in welcher die fertigen Illustrationen von Gabriela Cichowska gezeigt werden.

Und das Schönste: Es gibt bereits einen polnischen Verlag, der Interesse an unserem Buchprojekt bekundet … So wird das Ganzge zeitgleich in Deutschland und Polen erscheinen.

Ein Bild aus glücklichen Tagen

Korczak mit “seinen” Kindern unter einem Akazienbaum, noch lange vor dem Krieg. Auch hier gefällt mit das Symbolhafte der Szene, die “schützende Hand”, die der alte Baum über die fröhliche Gruppe zu halten scheint. Gabriela Cichowska hat sich von dieser Fotografie inspirieren lassen und für mein Buch diese wunderschöne Monotypie geschaffen.

Das Publikum – ein Fragment

Auf dem Vorsatz zu unserem Buch wird das junge Publikum, bestehend aus 200 Waisen des Dom Sierot, zu sehen sein. Hier ein Fragment.

Schritt für Schritt …

… kommen wir dem Ziel näher. Hier die endgültige Version der “Morgentoilette”, die mir bewusst machte, dass die Monotypie in ihrem Minimalismus die bei Weitem ausdrucksstärkste Technik ist, in welcher die Illustrationen realisiert werden könnten. Diese Richtung behalten wir bei.

Panska 29

In der Panska 29, nur eine Straße von Korczaks Dom Sierot entfernt, befand sich ein Waisenhaus, in welchem dieses Foto entstanden ist. Da mich dessen religiöser Charakter (Es scheint, als ob hier ein Gottesdienst zelebriert würde) tief beeindruckt hat, entschied ich mich, es in meine Graphic Novel aufzunehmen.

Die erste Skizze

die später, in etwas verfeinerter Form das Vorsatz schmücken wird. Die alte, im Internet aufgestöberte Fotografie hat hier als Inspiration gedient.

All den jüdischen Kindern …

die dem erbarmungslosen Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind. Besonders ergreifend – das Gedicht zu Ehren des kleinen Schmugglers, das 1941 Henryka Lazowert schrieb.

Die Ghetto-Mauer

An der Ghetto-Mauer, die den Jüdischen Friedhof in Warschau umschließt, befindet sich heute diese schöne Tafel.

Tanzt du für mich die Sudha? Ein Cover-Entwurf

Mittlerweile habe ich auch an meinem Storyboard gearbeitet. Dabei ist ein ENTWURF herausgekommen, auf dessen Grundlage das Cover-Bild entstehen wird. Ihr verzeiht die schlechte Zeichnung, aber Herr Jaromir kann es nicht so richtig… In etwa einer Woche gibt es hier eine schöne Endfassung zu sehen.

In der Zwischenzeit …

Nachdem ich mich in Warschau mit reichlich Materialien, einem Berg aus Büchern, alten Fotografien und Stadtplänen (und unzähligen Fotokopien) eingedeckt hatte, verbrachte ich diesen Sommer damit, diesen imposanten Stapel zunächst Seite für Seite zu studieren, später zu lichten und schließlich – auf Grundlage des sorgsam selektierten Stoffes – einen ersten Enwurf meiner Szenographie zu erarbeiten. Wie erwartet erwies sich – abgesehen von dem Bildmaterial – bloß eine Handvoll der gefundenen Texte als hilfreich:

Allem voran Janusz Korczak im Ghetto [J. K. w Getcie, Oficyna Wydawnicza „Latona”, Warszawa 1992 ], ein Band, der eine wertvolle Ergänzung zu Korczaks Tagebuch aus dem Warschauer Ghetto [Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996] darstellt, umfasst er doch die parallel entstandenen Texte: Korczaks Briefe, seine Arbeitsberichte, seine privaten Notizen (darunter den für meine Szenographie so wichtigen Text Zwei sonderbare Träume [Dwa sny moje dziwne, April 1942]), aber auch Prosatexte, die er trotz der sich verschlimmernden Lage für die wöchentlich erscheinende Zeitung des Dom Sierot beisteuerte.

Diese Texte bilden das Fundament für einen der beiden Handlungsstränge: die Aufführung von Rabindranath Tagores Postamt in Janusz Korczaks Waisenhaus. Der andere Handlungs- strang führt uns indes nach draußen, ins Ghetto. Es ist die Geschichte der 9-jährigen Genia, zu der mich Betty Jean Liftons Biographie Der König der Kinder. Das Leben von Janusz Korczak [Klett-Cotta, Stuttgart 1990] inspirierte. Mehr darüber demnächst …

P.S. Die hier erwähnten Bücher werde ich in den nächsten Tagen noch genauer vorstellen.