Diesen schönen Titel trägt die Geschichte des jüdischen Kinder- heims in der Berliner August- straße, das nach dem ersten Weltkrieg Kinder aus armen oder zerrütteten Familien und Waisenkindern aus Osteuropa aufnahm und das dank des fortschrittlichen pädagogischen Konzeptes von Beate Berger zu einer renommierten Institution wurde. Nach dem Machtwechsel 1933 erkannte die Leiterin, dass es unter nationalsozialistischem Regime für ihre Schützlinge keine Zukunft geben konnte. So wurde beschlossen, das Heim nach Palästina zu verlegen. Ein Plan, den im Übrigen auch Korczak hegte. Beate Berger gelang es jedoch, diesen erfolgreich in die Tat umzusetzen.

Die Lektüre dieses Buches schien mir nützlich, um mir ein genaueres Bild von Kinderheimen in der damaligen Zeit machen zu können. Das Buch gibt nicht nur einen guten Einblick in das Erziehungsmodell und die Organisation des Beit Ahawah, sondern auch in die Biographien seiner Schützlinge und Erzieher. Darüber hinaus liefert es interessantes Bildmaterial, das in beeindruckender Weise den Alltag eines Kinderheims festhält und das einige Inspirationen für die graphische Umsetzung meiner Szenographie liefern dürfte.